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Masterclass Chefredakteur (Vorschau)


Reporterfabrik

Über diesen Workshop

14 Jahre lang war Stefan Aust Chefredakteur des Spiegel und hielt die Auflage des Magazins stabil, eine beispiellose Leistung im inzwischen unruhigen Print-Gewerbe. Aust war in den Chefsessel gekommen, weil Rudolf Augstein ihn gegen den Widerstand der Redaktion und der Mitarbeiter KG durchgesetzt hatte. Der Erfolg von Aust beruht vor allem auf seinem Gespür für Titelbilder und Titel-Stories; wie kein anderer im deutschen Journalismus traf er Woche für Woche genau das Thema, das möglichst viele Leute bewegte und zum Spiegel greifen ließ  – von Ausnahmen abgesehen.  Aust wird interviewt von Cordt Schnibben, der zusammen mit ihm den Spiegel zu einem Blatt machte, in dem die besten Reporter des Landes schrieben und durch Teamarbeit den Mauerfall erlebbar machten,  den Anschlag auf das World Trade Center, das rot-grüne Regierungsprojekt, den Irakkrieg oder die Weltfinanzkrise. In seiner Masterclass gibt Stefan Aust die Erfahrungen weiter, die er als Chef von „Spiegel TV“ und „Spiegel“ und als Herausgeber der „Welt“ gesammelt hat. Wie motiviert man eine Redaktion, auf was sollte man bei Einstellungen achten, wie reagiert man auf Lesermeinungen? In der Masterclass gibt Aust auch Einblick in ein Stück Pressegeschichte: Wie hat Rudolf Augstein Einfluss genommen auf die „Spiegel“-Redaktion? Welche Rolle spielt sein Entschluss, den Beschäftigen die Hälfte des Unternehmens zu überlassen? Wie hat die Mitarbeiter KG agiert?

Jedes Kapitel des Workshops bietet

  • ein Tutorial
  • eine Zusammenfassung des Kapitels mit ergänzenden Materialien als Download
  • ein Forum, in dem die Teilnehmer sich über den Inhalt des Workshops austauschen können

Das erwartet Sie in der Vorschau

Einführung (02:17 min, kostenlos)

Kapitel 1: Was einen Chefredakteur antreibt (16:50 min, kostenlos)

Das erwartet Sie im Workshop

Kapitel Einführung (02:17 min)

Kapitel 1: Was einen Chefredakteur antreibt (16:50 min)

Kapitel 2: Der Reiz des Fernsehens (12:04 min)

Kapitel 3: Der Wechsel zum Spiegel (12:23 min)

Kapitel 4: Wie ein guter Spiegel-Titel funktioniert (24:06 min)

Kapitel 5: Der Wert der Ivestigation (24:26 min)

Kapitel 6: Das Vorbild Rudolf Augstein (10:39 min)

Kapitel 7: Das Problem Rudolf Augstein (14:54 min)

Kapitel 8: Die Rolle der Mitarbeiter-KG (08:18 min)

Kapitel 9: Das Verhältnis zur politischen Macht (08:10 min)

Kapitel 10: Abschied vom Spiegel (04:10 min)

Kapitel 11: Folgen des Medienwandels (09:50 min)

Kapitel 12: Die Kluft zwischen Medien und Publikum (13:41 min)

Kapitel 13: Die persönliche Bilanz (12:09 min)

Dozenten

Course Staff Image #1

Stefan Aust

Stefan Aust, geboren am 1. Juli 1946 in Stade, war von 1966 bis 1969 Redakteur der Zeitschrift „konkret“. Von 1970 bis 1985 arbeitete er als Redakteur beim NDR, u. a. für das Magazin "Panorama". 1988 gründete er "Spiegel TV", das erste private politische Magazinformat im deutschen Fernsehen, und war dort bis 2007 Geschäftsführer. Von 1994 bis 2008 war Stefan Aust Chefredakteur des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel", er baute "Spiegel Online" und den Nachrichtensender XXP auf. 2009 entwickelte er im Auftrag der "WAZ"-Gruppe ein digitales Wochenmagazin. Er ist Autor und Regisseur verschiedener Dokumentarfilme und Bücher, darunter des Bestsellers "Der Baader-Meinhof-Komplex“. Für seine TV-Arbeit wurde er u. a. mit dem Adolf-Grimme-Preis und der Goldenen Kamera ausgezeichnet. 2016 erhielt er zusammen mit Helmar Büchel für die "WeltN24"-Produktion „An der Grenze“ den Deutschen Fernsehpreis. Stefan Aust ist "Welt"-Herausgeber.

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Cordt Schnibben

Cordt Schnibben, 1952 in Bremen geboren. Hat Wirtschaftswissenschaften studiert. Er arbeitete eine Zeit lang als Werbetexter, bevor er die Henri-Nannen-Schule absolvierte. Im Jahr 1984 fing er als Redakteur bei der "Zeit" an. 1989 wechselte er zum "Spiegel", für den er als Reporter um die Welt zog, das Monatsmagazin "Spiegel Reporter" und danach das Gesellschafts-Ressort leitete. Er entwickelte die App des Magazins und für die Redaktion viele neue digitale, multimediale Erzählformen. Schnibben wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Theodor-Wolff-Preis, dem Egon-Erwin-Kisch-Preis, dem Henri-Nannen-Preis, dem Deutschen Fernsehspielpreis und zweimal mit dem Adolf-Grimme-Preis. Er ist Autor und Herausgeber mehrerer Sachbücher. 2007 gründete er gemeinsam mit Stephan Lebert und Ariel Hauptmeier das Reporter-Forum, 2008 den Deutschen Reporterpreis und 2018 zusammen mit David Schraven die Reporterfabrik.

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